Fit wie Anne Panther: Trainingstipps der Basketball-Schiedsrichterin in der heißen Phase der Saison

Anne Panther Basketball-Schiedsrichterin

Anne Panther blickt auf zehn für sie ganz normale Tage zurück. Normal verrückt eben. Als Basketball-Schiedsrichterin in der easycreditBBL und der EuroLeague war sie in Piräus, Hamburg, Berlin und Mailand im Einsatz. Zwischendurch arbeitete sie als leitende Angestellte in der Personalabteilung des Universitätsklinikums Heidelberg. Ein bisschen Freizeit füllte die Stunden auf. Und jetzt sitzt sie für unser Telefonat zu Hause auf dem Balkon, genießt ein paar Sonnenstrahlen „und dieses gute Gefühl, weil ich gerade trainiert habe.“

„Gerade trainiert“ – das ist der perfekte Assist für das Thema, das wir mit der 39-Jährigen besprechen wollen. Ein Thema, das wieder aktueller wird, je mehr sich das Leben nach der Corona-Pandemie (hoffentlich dauerhaft) normalisiert.

„Frau Panther, wie hält man sich fit, wenn die Termine einen durchs Leben jagen, wenn eigentlich gar keine Zeit fürs Training bleibt und Körper sowie Geist lieber einfach nur noch faul sein möchten?“

Die Antwort ist ein frisches, helles Lachen: „Keine Zeit gibt es nicht. Wenn ich an diese Ausrede glauben würde, hätte ich sicher den Job verfehlt. Gerade in der jetzt durchgehend heißen Endphase der Saison muss jede: r Schiedsrichter: in ganz besonders diszipliniert sein, auf seinen Körper achten, darauf, wie man mit sich selbst umgeht.“

Das erste Beispiel trifft so lässig wie ein gekonnter Drei-Punkte-Wurf: „Einen Großteil des Trainings erledige ich zum Beispiel, während ich mich auf die Spiele vorbereite oder die gerade vergangene Partie analysiere. Ich stehe dann zu Hause vor dem Fernseher oder im Hotelzimmer vor dem Laptop und mache Übungen zur Regeneration, für die Balance, die Gelenkigkeit und noch vieles mehr.“

Planking geht überall – und die guten, alten Sit-Ups ebenfalls

Planking kommt einem sofort in den Sinn, und, ja, Anne Panther ist Fan der Planks. „Muskelaufbau oder auch Konditionsaufbau geht natürlich nicht mehr so richtig, wenn ich jeden zweiten Tag ins Flugzeug steigen muss. Die Grundlagen werden aber sowieso vor der Saison und in der Anfangsphase gelegt – jetzt geht es mehr ums fit bleiben. Da sind Planks eine super Übung – eine der effektivsten überhaupt für das Ganzkörpertraining. Genauso gehören natürlich die guten, alten Sit-ups mit zum Programm. Dazu viele Dehnübungen, ausgiebiges Stretching – solche Dinge eben.“

Fitnesstipps von Basketball-Schiedsrichterin Anne Panther
Planks – eine Lieblingsübung von Anne Panther

Zu Hause hat sie eine Kettlebell (Kugelhantel) für Kraftübungen. Da dieses Sportgerät aber im Handgepäck eher störend wirken würde, bleibt auf Reisen das eigene Gewicht als Trainingsreiz. „Therabänder habe ich natürlich immer im Koffer. Damit sind Muskelübungen auch gut möglich. Auch Handtücher sind gut als Trainingsinstrumente. Ganz ehrlich: Die Hotel-Gyms sehen mich eher selten.“ Sie lacht selbstbewusst: „Meine Trainingspläne funktionieren auch ohne spezielle Geräte oder große Spiegel.“ Nur nicht unnötig Zeit verschwenden.

Gelaufen wird, wenn sich die Gelegenheit bietet – aber dennoch drei Mal pro Woche in diesen Zeiten. Locker joggen, bei spürbarer, aber nicht zu hoher Intensität. Dazu muss man aber wissen, dass Anne Panther das Kilometerbolzen nicht besonders mag. Diplomatisch ausgedrückt. „Als Spielerin war ich fünf Stunden lang nicht vom Parkett zu bekommen – aber stures Laufen ist mir zu stupide. Ich brauche dabei Intervalltraining und so. Laufen ist eher so ein notwendiges Übel in meiner Fitnesswelt.“

Abwechslung ist für Anne Panther eine viel bessere Motivation als die Laufstrecke im Hotelguide. „Ich suche immer wieder, nach neuen Übungen mit der passenden, nicht zu hohen, aber dennoch zielführenden Intensität. Erst vor kurzem habe ich es mal im Hotel hinbekommen, gleich nach dem Aufstehen so ein Training durchzuziehen. Das waren 42 Minuten und ich kam sogar ins Schwitzen. Das Geniale war das Körpergefühl danach.“

Nicht nur das Training ist wichtig, auch achtsames Essen und Trinken

„Die eigene Psyche weiß ja auch, dass es eine hektische Zeit ist. Da saß ich dann also, habe genossen, dass der ganze Tag noch vor mir liegt und ich nicht mehr ans Trainieren denken muss. Das nimmt so viel Stress aus dem Leben. Sachen, die getan werden müssen, einfach erledigen.“

Genauso wichtig wie die körperliche Fitness ist aber auch das Augenmerk auf das richtige Essen in solchen Stress-Phasen. Anne Panther weiß ganz genau, was ihr Körper braucht. „Leichte Kost. Mehr veganes oder vegetarische Essen als sonst, weil es besser für den Energiehaushalt ist. Allerdings genieße ich auch ab und zu ein gutes Stück Fleisch.“

Das Grundprinzip ist achtsame Ernährung: „Gerade in dem Ablauf – Reise, Spiel, Reise, kurz zu Hause, die nächste Reise – achten wir Schiedsrichter alle auf wirklich vernünftige Ernährung. Da werden Tipps für Restaurants ausgetauscht oder Sachen von zu Hause mitgenommen.“

Fitnesstipps von Basketball-Schiedsrichterin Anne Panther
Fit für die Playoffs: Anne Panther

Aus dem Layenberger-Sortiment fallen ihr dazu die GYMPER Iso-Drinks ein. „Ich kann bei den Spielen nicht einfach nur Wasser trinken. Dem Körper Elektrolyte zuzuführen, die auch noch schmecken, ist eine gute Alternative.“ Außerdem lobt sie das GYMPER Powerbread – „passt gut zu meinen Frühstücksgewohnheiten.“

Aus dem kurzen Werbeblock zurück in die Realität: Bis tief in den Juni hinein gehen die Playoffs der Basketball-Bundesliga. In jedem Spiel, in dem Anne Panther eingesetzt wird, ist das eine Doppelbelastung für Körper und Geist. 300 bis 400 – meist blitzschnelle – Entscheidungen muss sie treffen. Dabei sprintet, läuft und joggt sie an die fünf Kilometer pro Partie.

Die Play-offs mit ihren ganz besonderen Anforderungen können kommen

Jedes Spiel ist also eine harte, intensive Trainingseinheit – kombiniert mit der Anforderung, klar und logisch zu denken, um notfalls auch resolut durchzugreifen. Für Anne Panther und ihre KollegInnen ist genau das der Reiz am Schiedsrichter-Dasein. „Ich freue mich auf diese Endphase mit ihren heißen Spielen und den Anforderungen an uns, an das jeweilige Schiedsrichter-Team.“

Um ihre Fitness braucht sich dabei wirklich niemand Sorgen zu machen!

Titelfoto: Imago/Daniel Löb

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