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Ragnhild Mowinckel gewinnt im Layenberger-Trikot

26-jährige Norwegerin gewinnt mit Startnummer 1 ihr erstes Weltcup-Rennen: „Das war besser als der erste Kuss"

Zur Zahl 1 hatte die Norwegerin Ragnhild Mowinckel am ersten Wettkampftag in Ofterschwang eine ganz besondere Beziehung: Am Vortag wurde ihr die Startnummer eins zugelost, sie war nach dem ersten Lauf auf Platz eins und sah auch nach dem zweiten Durchgang die große „1" auf der Anzeigetafel im Ofterschwanger Skistadion aufleuchten. Endlich: Ihr erster Weltcup-Sieg im 124. Rennen seit ihrer Premiere im Januar 2012. Nach Tränen in den Augen bei der Siegerehrung strahlte die 26-jährige Norwegerin in der Pressekonferenz und antwortete auf die launige Frage, ob das denn schöner gewesen sei als der erste Kuss: „Ja, wenn ich genau nachdenke, hat sich das heute besser angefühlt."

Ragnhild Mowinckel bewies mit ihrem Premierensieg im Weltcup vor 6000 Zuschauern ihre derzeitige Topform, die ihr bei den Olympischen Spielen jeweils Silber in der Abfahrt und im Riesenslalom beschert hatte. „Diese zwei zweiten Plätze waren für mich genug Motivation, weiterzukämpfen, um ganz nach vorn zu kommen", verriet die Norwegerin.

Unterstützt von einem begeisterten Publikum fuhr Viktoria Rebensburg auf ihrem Lieblingshang (Doppelsieg 2012) auf Rang zwei. „Im zweiten Durchgang ist es wesentlich besser gelaufen als im ersten. Ich wollte heute in erster Linie gut und schnell Ski fahren. Klar hätte ich nichts dagegen gehabt, wenn der Gesamtsieg im Riesenslalom heute schon sicher gewesen wäre, aber nun sind eben die Vorzeichen für Are gut." In Schweden kann die 28-Jährige vom SC Kreuth die kleine Kristallkugel für den Riesenslalom-Weltcup unter Dach und Fach bringen – mit nunmehr 92 Punkten Vorsprung vor Tessa Worley (Frankreich), die in Ofterschwang auf Rang 13 landete.

Die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin landete auf dem dritten Platz und holte sich damit den Gesamtweltcup. Der 22-Jährigen hätte für den Gewinn der großen Kristallkugel ein 6. Rang gereicht.

Eine gute Leistung bot bei ihrem Weltcup-Comeback nach langer Verletzungspause Veronique Hronek (Unterwössen), die bei schwierigen Pisten-Bedingungen mit dem 24. Platz Weltcup-Punkte holte. Lena Dürr (Germering/Platz 39) verpasste den Einzug in den zweiten Lauf, Ann-Katrin Magg (Überlingen) schied aus.


Stimmen aus der Pressekonferenz

Ragnhild Mohwinkel (NOR, 1. Platz):

"Ich hatte ich eine sehr gute Saison, vor allem gegen Ende. Momentan habe ich ein gutes Gefühl auf Skiern, das Selbstvertrauen ist einfach gerade da oder wie man sagt: Der Flow stimmt. Mikaela ist in einer unglaublich guten Verfassung und es ist einfach nur cool mit einer lebenden Legende Ski zu fahren. Sie ist auf dem besten Weg, noch weitere Rekorde zu brechen. Ich möchte einfach so weitermachen, wie’s gerade läuft. Am Sonntag geht’s zum Weltcup-Finale nach Are.

Viktoria Rebensburg (SC Kreuth, 2. Platz):
"Ich war nicht unzufrieden mit der Piste, im Gegenteil, angesichts der warmen Temperaturen war sie perfekt zu fahren. Im ersten Durchgang habe ich die zweite Bodenwelle nicht optimal erwischt und auch nicht den optimalen Zug auf dem Ski gehabt. Im zweiten Durchgang ist es dann wesentlich besser gelaufen. Heute wollte ich in erster Linie gut und schnell Ski fahren. Klar hätte ich nichts dagegen gehabt, wenn der Gesamtsieg im Riesenslalom heute schon sicher gewesen wäre, aber nun sind eben die Vorzeichen für Are gut. Ich werde mich jetzt noch auf das Finale vorbereiten. Wir fliegen am Sonntag nach Are zum Trainieren. Ob ich die Abfahrt bestreite, wird vor Ort entschieden. In erster Linie geht es jetzt erstmal um den Riesenslalom."

Mikaela Shiffrin (USA, 3. Platz und vorzeitige Weltcup-Gesamtsiegerin):
"Im zweiten Lauf lief es richtig gut, nach dem ich im Ersten Lauf noch einige kleine Fehler hatte. Deswegen habe ich im Zweiten den Kopf eingeschaltet und wollte sicher, aber schnell fahren. Vor dem Rennen dachte ich an den Gesamtweltcup. Aber während des Rennens spielte das keine Rolle. Ich wollte eigentlich nur auf das Podium. Für mich ist das eine unglaubliche Saison. Und das möchte ich auch in den letzten Rennen, morgen beim Slalom und beim Finale in Are fortsetzen. Künftig würde gerne ich auf diesem Niveau weiterfahren und einfach noch mehr Rennen gewinnen. Die Bedingungen heute waren fair für alle, auch im zweiten Lauf, bei dem die Temperaturen doch ziemlich hoch waren."

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